Dr. Frank Brodehl: „Alles, was Schülern möglichst viel Präsenzunterricht verspricht, muss grundsätzlich möglich sein“

    Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat den Vorschlag gemacht, Schulunterricht auch an Samstagen stattfinden zu lassen. So soll in diesem Halbjahr den Schülern noch möglichst viel Präsenzunterricht angeboten werden können. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Präsenzunterricht ist für schulischen Lernerfolg unabdingbar. Deshalb teilen wir grundsätzlich Karin Priens Ziel, in diesem Schulhalbjahr möglichst vielen Schülern noch möglichst viel Präsenzunterricht anzubieten. Da dies derzeit nur in Kleingruppen möglich ist, halten wir es für legitim und geboten, darüber nachzudenken, auch an Samstagen Schulunterricht zu erteilen. Denn dies wäre grundsätzlich ein probates Mittel, um für eine räumliche und zeitliche Entzerrung des Unterrichtsangebots zu sorgen.

    Wichtig dabei ist, dass die Unterrichtsstunden am Samstag indes nur dazu verwendet werden, dass die in Kleingruppen aufgeteilten Klassenverbände zeitlich und räumlich entzerrt Unterricht erhalten. Samstagsunterricht darf hingegen nicht dazu dienen, den bis dato versäumten Lernstoff nachzuholen. Denn dieses würde bei den Lehrern zu einem nicht vertretbaren Anstieg der wöchentlichen Arbeitszeit führen und hätte so zur Folge, dass der bisherige Unterrichtsausfall allein von den Lehrer kompensiert werden müsste.“

    Weitere Informationen:

    Deutschlandfunk-Artikel „Prien (CDU): Unterricht wird anders aussehen als vor Corona“ vom 20. April 2020:
    https://www.deutschlandfunk.de/bildungsministerin-von-schleswig-holstein-prien-cdu.694.de.html?dram:article_id=474995

    SHZ-Artikel „Vorstoß von Karin Prien: Schulunterricht auch mal am Sonnabend“ vom 20. April 2020:
    https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/corona/vorstoss-von-karin-prien-schulunterricht-auch-mal-am-sonnabend-id28070722.html

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