Dr. Frank Brodehl: „Bildungsministerin Prien muss sagen, wie es nach den Osterferien weitergeht – nicht nur für die Abschlussklassen“

    Die Osterferien in Schleswig-Holstein enden an diesem Freitag. Wie es danach an den Schulen weitergeht, hat Bildungsministerin Prien (CDU) bislang nur für die Abschlussklassen bekanntgegeben. Diese sollen ab dem 22. April wieder Unterricht erhalten. Außerdem steht fest, dass die Abiturprüfungen an den Gymnasien bereits ab dem 21. April beginnen werden. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Die Öffnung der Schulen für die Abiturprüfungen sowie für prüfungsvorbereitenden Unterricht der Abschlussklassen ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Zum einen haben die Prüfungen für die betroffenen Schüler und ihren weiteren Lebensweg eine große Bedeutung. Zum anderen ist eine solche Öffnung in den ansonsten leeren Schulgebäuden unter Einhaltung adäquater Infektionsschutzmaßnahmen auch tatsächlich sicher möglich.

    Gleichzeitig ist für die übrigen Schüler noch immer unklar, ob, wann und wie der Unterrichtsbetrieb an den Schulen des Landes wieder aufgenommen wird. Wenige Tage vor Ende der Osterferien ist das kein akzeptabler Zustand. Denn sowohl Eltern, Schüler wie auch Lehrer brauchen Planungssicherheit, um sich darauf einstellen zu können, was sie in den kommenden Wochen erwartet.

    Wir fordern Bildungsministerin Prien deshalb auf, umgehend bekanntzugeben, wie es nächste Woche an den Schulen des Landes weitergeht und wie ihre Planungen für eine Wiederaufnahme des Schulbetriebs konkret aussehen. Feststeht schon jetzt, dass wir schnellstmöglich Unterrichtsangebote brauchen, die das derzeitige ‚Homeschooling‘ ergänzen und dann mehr und mehr ersetzen. Denn anders lassen sich die massiven Nachteile, die Schüler durch fortgesetzten Unterrichtsausfall erleiden, nicht minimieren.

    Konkret geht es darum, dass möglichst schnell wieder möglichst viel Präsenzunterricht stattfindet. Möglich wäre dies, indem man Klassenverbände beispielsweise in Kleingruppen aufteilt, die dann räumlich und zeitlich entzerrt in den Schulgebäuden unterrichtet werden. Ministerin Prien muss jetzt die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen – und kommunizieren.“

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