Dr. Frank Brodehl: „Die Opfer des 17. Juni ermutigen uns, für das Recht und für die Freiheit einzustehen“ 

    Dr. Frank Brodehl (AfD)

    Die Niederschlagung des Aufstands vom 17. Juni 1953 in der DDR gehört zu schwersten Verwerfungen der Nachkriegsgeschichte. Die Fluchtbewegung und die friedliche Revolution von 1989 lassen sich nur im Kontext mit der Verfolgung Oppositioneller, dem Bau der Mauer sowie insbesondere vor dem Hintergrund der Ereignisse des 17. Juni 1953 verstehen. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Die direkten Opfer der Niederschlagung des Volksaufstands dürfen ebenso wenig in Vergessenheit geraten wie diejenigen, die im Anschluss an den Aufstand unter den Repressalien des DDR-Regimes zu leiden hatten. Leider schwindet die Erinnerung an diese prägenden Momente der deutschen Geschichte seit Jahren immer mehr.

    Das ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass der 17. Juni als Feiertag der deutschen Einheit nach der Wiedervereinigung durch den 3. Oktober ersetzt worden ist. Dies erklärt den Verlust an Geschichtsbewusstsein aber nur zum Teil. Schwerer dürfte der Umstand wiegen, dass der 17. Juni in der Politik nicht ausreichend gewürdigt wird. Offenbar haben die Altparteien Schwierigkeiten damit, an die entsetzlichen Folgen des ‚real existierenden Sozialismus‘ zu erinnern.

    Um den 17. Juni wieder als zentralen Eckpfeiler der freiheitlich-demokratischen Identität besonders bei jungen Menschen zu verankern, wird es absehbar nicht ausreichen, diesen Tag nur offiziell als Gedenktag zu begehen. Denn Gedenktage wirken nur sinnstiftend, wenn das Gedenken lebendig ist – in den Schulen und Universitäten, in den Medien und natürlich auch in der Politik. Die Ereignisse des 17. Juni 1953 können dazu beitragen, das Bewusstsein für Freiheit, Recht und Demokratie zu schärfen – wenn wir uns ihrer gemeinsam erinnern.“

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