Dr. Frank Brodehl: „Ein Aushorchen von Schülern über die Einstellung ihrer Eltern zur Maskenpflicht darf es nicht geben“

    Dr. Frank Brodehl (AfD)

    Laut Bildungsministerium widersetzen sich in Schleswig-Holstein insgesamt 350 Schüler an 100 Schulen der seit anderthalb Wochen geltenden Maskenpflicht. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Laut der Aufforderung, die das Bildungsministerium am 28. August per E-Mail an die Schulleiter in Schleswig-Holstein verschickt hat, sollen diese dem Ministerium alle Fälle melden, in denen Schüler trotz wiederholter Ermahnung der Maskenpflicht an der Schule nicht nachkommen und in denen deren Eltern das Tragen von Masken grundsätzlich ablehnen. Wenn 100 Schulleiter dieser Aufforderung jetzt durch das Melden von insgesamt 350 Fällen entsprochen haben, bedeutet dies nicht mehr und nicht weniger, als dass die Schulleiter Kenntnis davon haben müssen, dass die Eltern von 350 Schülern die Maskenpflicht grundsätzlich ablehnen.

    Dies wirft die Frage auf, woher die Schulleiter diese Kenntnis haben. Haben sie sich an die Eltern selbst gewandt oder haben die Klassenlehrer die betreffenden Schüler zu den persönlichen Auffassungen ihrer Eltern befragt? In letzterem Fall läge ein Aushorchen von Kindern über die privaten Auffassungen und ggf. politischen Überzeugungen ihrer Eltern durch staatliche Stellen vor. Ein solches Verhalten wäre in einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat mehr als bedenklich.

    Wir fordern Bildungsministerin Prien deshalb auf, umgehend zu erklären, wie die Schulleiter in den insgesamt 350 registrierten Fällen an die Information gekommen sind, dass die Eltern der betreffenden Schüler die Maskenpflicht grundsätzlich ablehnen. Außerdem soll die Ministerin mitteilen, wie das Bildungsministerium die von den Schulleitern übermittelten Daten zu verwenden gedenkt, welche Konsequenzen und Maßnahmen es also in Abhängigkeit der Auswertung dieser Daten ergreifen will. Hier verdienen nicht nur die unmittelbar betroffenen Eltern und Schüler maximale Transparenz, sondern alle Bürger Schleswig-Holsteins.“

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