Dr. Frank Brodehl: „Hamburg unterstützt seine Abschlussklassen vorbildlich – Schleswig-Holstein sollte diesem Beispiel folgen“

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    Hamburger Schulen stellen den Schülern ihrer Abschlussklassen, die sich zuhause nicht oder nur schlecht auf ihre Prüfungen vorbereiten können, Klassenräume als Arbeitsplatz zur Verfügung.  Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Kinder in schwierigen Wohn- und Lebensverhältnissen, die sich derzeit auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten, werden von Hamburger Schulen dadurch unterstützt, dass ihnen Klassenräume zur Verfügung gestellt werden, in denen sie ungestört arbeiten können. Um jede Ansteckungsgefahr zu vermeiden, erhält dabei jeder Schüler ein Klassenzimmer für sich. In Schleswig-Holstein gibt es ein solches Angebot leider nicht, dabei dürfte der Bedarf hier kaum geringer sein.

    Bildungsministerin Karin Prien (CDU) steht diesbezüglich auf dem Standpunkt, dass in Schleswig-Holstein derzeit Ferien seien, zum anderen hätten ‚Schüler, die vor den Abiturprüfungen stehen, ihre Vorbereitungen vor den Ferien bereits abschließen können.‘ Dabei lässt sie unberücksichtigt, dass die Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein bereits seit über drei Wochen geschlossen und viele Eltern im Homeoffice sind. Das bedeutet, dass die häusliche Vorbereitung auf Abschlussprüfungen seitdem für viele Schüler stark beeinträchtigt ist.

    Nachdem Ministerin Prien wegen der Corona-Situation zuletzt sogar gänzlich auf Abitur-abschlussprüfungen verzichten wollte, ist es schon sehr verwunderlich, dass sie jetzt keinerlei besondere Herausforderungen mehr erkennen will, die auf die Abschluss-klassen wegen Corona zukommen.

    Die AfD-Fraktion, die sich von Anfang für die Durchführung der Abiturprüfungen ausgesprochen hat, sieht diese besonderen Herausforderungen und fordert Ministerin Prien deshalb auf, für Schüler von Abschlussklassen, die sich zuhause derzeit nur schlecht auf Abschlussprüfungen vorbereiten können, wie in Hamburg die Möglichkeit einzuräumen, dies in Klassenzimmern zu tun – wo immer dies möglich ist.“

    Weitere Informationen:

    • KN-Artikel „Hamburg hilft bei Prüfungsvorbereitung“ vom 7. April 2020 (Printausgabe)

     

     

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