Dr. Frank Brodehl: „Jamaika muss Schüler auch vor den gesundheitlichen Gefahren schützen, die von der Maskenpflicht ausgehen“

    Dr. Frank Brodehl (AfD)

    Die AfD-Fraktion will wissen, welche gesundheitlichen, insbesondere welche psychischen Auswirkungen es auf Kinder und Jugendliche hat, dass sie an den Schulen des Landes Mund-Nasen-Bedeckungen tragen müssen. Deshalb hat sie einen Antrag eingebracht, mit dem sie die Landesregierung auffordert, eine wissenschaftliche Studie zu dieser Frage in Auftrag zu geben. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Die Pflicht, im Schulalltag fast durchgehend eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen zu müssen, bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Gesundheit und Psyche der betroffenen Schüler – das nehmen nicht nur viele Eltern wahr. Auch Ärzte, Kinderärzte und Psycho-logen berichten über negative Auswirkungen der Maskenpflicht.

    In NRW etwa haben zuletzt über 100 Kinderärzte, Psychologen und Lehrer in einem offenen Brief an die dortige FDP-Bildungsministerin Gebauer ihre ‚große Sorge‘ darüber ausgedrückt, welch negative Folgen die Maskenpflicht ‚auf die Entwicklung und psychische Gesundheit‘ der davon betroffenen  Kinder hat: Schlafstörungen, Waschzwänge, Überfor-derung durch die ihnen auferlegte Verantwortungslast, Bindungsstörungen. Die Kinder hätten in den letzten Monaten gelernt: ‚Ich bin eine Gefahr für andere und andere sind eine Gefahr für mich!‘

    Vor diesem Hintergrund fordern wir die Landesregierung auf, die Auswirkungen der Maskenpflicht jetzt wissenschaftlich untersuchen zu lassen und eine entsprechende Studie in Auftrag zu geben. Denn die Pflicht, die Gesundheit der Schüler zu schützen, trifft die Landesregierung nicht nur in Bezug auf das Coronavirus, sondern ebenso hinsichtlich der Gesundheitsgefahren, die vom Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen für Schüler ausgehen können.

    Wie weit diese alarmierenden Symptome auch bei Schülern in Schleswig-Holstein auftreten, die der Maskenpflicht unterliegen, muss jetzt durch eine Studie überprüft werden.

    Deren Ergebnisse dienen auch dem Zweck, der Frage, ob die Maskenpflicht an Schulen – verfassungsrechtlich betrachtet – verhältnismäßig ist, eine empirische Grundlage zu liefern. Denn wenn das Tragen der Masken selbst eine schwere Gesundheitsgefährdung oder -beeinträchtigung für die Schüler darstellt, dann wiegt der Grundrechtseingriff, den die Maskenpflicht mit sich bringt, um so schwerer. Sollte also das Maskentragen nachweislich die psychische Gesundheit der Kinder schwer beeinträchtigen, wäre die Maskenpflicht absehbar unverhältnismäßig.

    Denn die Gefahr, die von einer Infektion mit dem Coronaviruas die für nicht schwer vorerkrankte Kinder ausgeht, ist – nach allem, was wir bislang darüber wissen – verschwindend gering: Kinder gehören nicht zur Corona-Risikogruppe. Das hat auch die Antwort der Landesregierung bestätigt, die sie uns zuletzt auf unsere Kleine Anfrage nach schweren oder gar tödlichen Coronaverläufen unter Schülern an den Schulen in Schleswig-Holstein gegeben hat: Der Landesregierung waren keinerlei solche Fälle bekannt.“

    Weitere Informationen:

    • Antrag der AfD-Fraktion „Auswirkungen der Maskenpflicht an Schulen auf die Gesundheit der Schüler untersuchen“ vom September 2020:

    http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/02400/drucksache-19-02423.pdf

    • WELT-Interview mit dem Persönlichkeitspsychologen Prof. Dr. Mathias Allemand von der Universität Zürich „In der Pandemie zeigen Menschen ihr wahres Gesicht“ vom Juli 2020:

    https://www.welt.de/vermischtes/plus211395831/Psychologe-In-der-Pandemie-zeigen-Menschen-ihr-wahres-Gesicht.html

    • Antwort der Landesregierung auf Kleine Anfrage Wirksamkeit von Masken und Schulschließungen hinsichtlich der Ausbreitung von Covid 19“ vom August 2020:

    http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/02300/drucksache-19-02321.pdf

     

    print