Jörg Nobis: „Der fahrlässige Umgang mit der Corona-Krise macht eine Ausgangssperre leider unvermeidbar“

Jörg Nobis

Die von der Landesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus verfügten Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben ihr Ziel, Personenansammlungen zu verhindern, bislang nur teilweise erreicht. Immer noch sind in der Öffentlichkeit Menschen zu beobachten, die in Gruppen so dicht zusammen- stehen, dass damit weiteren Ansteckungen Vorschub geleistet wird. Jörg Nobis, Vorsitzender der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

„Die von der Landesregierung verfügte Schließung der Schulen und Kitas, der Gastro- nomie sowie weiter Teile des Einzelhandels und des Hotelgewerbes hat sich leider als nicht ausreichend erwiesen, um Menschenansammlungen zu vermeiden, die die Gefahr für weitere Ansteckungen in sich tragen.

Zu viele Bürger haben offenbar den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt, dem sorglosen Umgang mit dem Corona-Virus kann effektiv nur mit einer Ausgangssperre begegnet werden, die die Landesregierung deshalb jetzt verhängen muss.

Eine solche Ausgangssperre bedeutet, dass die Bürger grundsätzlich zu Hause bleiben müssen und sich im öffentlichen Raum nicht mehr frei bewegen dürfen. Erlaubt bleibt lediglich, die Wohnung für wichtige Erledigungen zu verlassen, etwa für den Einkauf von Lebensmitteln oder Medikamenten, für den Arzt-, Bank- oder Postbesuch oder um den Arbeitsplatz zu erreichen.

Wichtig ist, dass eine Ausgangssperre zeitlich begrenzt wird und für alle Bürger von Anfang an klar ist, wann sie wieder aufgehoben werden wird. Die Umsetzung einer Ausgangssperre muss zudem adäquat überwacht werden: Verstöße gilt es angemessen zu ahnden. Nur so lässt sich das Ziel, die weitere Ausbreitung des Corona-Virus in Schleswig-Holstein einzudämmen, effektiv erreichen.“

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