Jörg Nobis: „Schleswig-Holstein braucht einen vernünftigen Energiemix – keine Energiewende mit der Brechstange“

    Der schleswig-holsteinische Landtag debattiert heute verschiedene Anträge von Jamaika, SPD und SSW zur Klimapolitik. Jörg Nobis, Vorsitzender der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Dem voreiligen Ausstieg aus der Kernenergie soll ein ebenso überhasteter Ausstieg aus der Kohlekraft folgen; gleichzeitig sollen die Mindestabstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauungen drastisch reduziert, ein generelles Tempolimit für Autobahnen eingeführt und Klimaschutz als Staatsziel in der Landesverfassung gehievt werden – wenn es nach Jamaika, SPD und SSW geht, ist am Ende alles erlaubt und geboten, was vermeintlich hilft, die selbstgesetzten Ziele der Energiewende irgendwie zu erreichen.

    Dabei steht jetzt schon fest: Selbst wenn Deutschland alle CO2-Einsparziele erreichen würde – auf das Weltklima hätte dies keinen relevanten Einfluss, denn Deutschlands Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen liegt bei gerade mal 2 Prozent.

    Trotzdem wollen Jamaika, SPD und SSW unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und unser aller Leben massiv umgestalten, indem sie alles und jedes unter ‚Klimavorbehalt‘ stellen, konventionelle Energie massiv verteuern und Windkraft selbst unter Aushebelung des Gesundheits-, Natur- und Artenschutzes in Schleswig-Holstein flächendeckend ausbauen wollen.

    Die AfD-Fraktion lehnt dies ab und tritt stattdessen für einen vernünftigen Energiemix ein, der die Gewähr dafür bietet, dass die Bürger und Unternehmen Schleswig-Holsteins auch in Zukunft versorgungssichere und bezahlbare Energie erhalten. Wir fordern  Jamaika deshalb auf, den Irrweg der Energiewende zu verlassen und sich vielmehr an Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (CDU) zu orientieren. Dieser fordert zu Recht, dass Deutschland technologieoffen bleiben und auch weiter Kernforschung betreiben müsse.

    Dass Hans-Jörn Arp, der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU im Kieler Landtag, heute in der Presse eine Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke fordert, ist ein Schritt in die richtige Richtung, dem nun auch Ministerpräsident Günther folgen muss.“

    Weitere Informationen:

    • SHZ-Artikel „Nord-CDU will raus aus Atomausstieg: Hohe Strompreise und unausgereifte Alternativen“ vom 22. Januar 2020:

    https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/nord-cdu-will-raus-aus-atomausstieg-hohe-strompreise-und-unausgereifte-alternativen-id27086432.html

    • Welt-Artikel „Kretschmer spricht offen über Rückkehr zur Atomkraft“ vom Januar 2020:

     https://www.welt.de/politik/deutschland/article205057510/Energiewende-Michael-Kretschmer-haelt-an-Atomkraft-fest.html

    • Übersicht über die zehn größten CO2-emittierenden Länder nach Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen im Jahr 2018:

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/179260/umfrage/die-zehn-groessten-c02-emittenten-weltweit/

     

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