Jörg Nobis: „Versorgungssicherheit nachhaltig sicherstellen – Kernkraft als Option behalten“

Portrait Jörg Nobis, Vorsitzender der AfD-Gruppe im Landtag Schleswig-Holstein
Zum Antrag „Schleswig-Holstein bekennt sich zum Atomausstieg“ hat die AfD einen Alternativantrag gestellt, der die Kernkraft als Option vorsieht und insbesondere den Wissenschaftsstandort Deutschland beibehält. Jörg Nobis, energiepolitischer Sprecher und Vorsitzender der AfD im Schleswig-Holsteinischen Landtag, erklärt dazu:

„Deutschland geht unter allen Industrienationen den Sonderweg, aus Kohleverstromung und der Kernkraft quasi zeitgleich auszusteigen. Gleichzeitig wird der Bedarf an Elektrizität weiter steigen. Um die entstehende Versorgungslücke zu schließen, muss Deutschland bereits heute Strom aus Nachbarländern wie insbesondere Belgien und Frankreich importieren.

Der dortige Strommix beinhaltet große Anteile – in Frankreich etwa zwei Drittel – Strom aus Kernkraft. Deutschland nutzt also Strom aus Kernkraft, ohne aber eine Versorgungssicherheit aus eigener Kraft sicherstellen zu können. Das aber muss unser oberstes Anliegen sein!

Wir sind daher der Meinung, dass Deutschland in der Kerntechnik technologisch nicht abgehängt werden darf. Es geht um Forschung einerseits und den Erhalt kerntechnischen Know-Hows andererseits. Zumindest als Brückentechnologie sollte die Kernkraft als Option in einen zukünftigen Energiemix in Deutschland einbezogen werden.

Deutschland sollte sich zumindest den großen Industriestaaten anschließen, die im ‚Generation IV International Forum (GIF)‘ zusammenarbeiten. Es geht um Reaktoren der IV Generation und die Forschung an diesen Anlagen. Es wäre töricht, an so einem internationalen Forum erst gar nicht teilzunehmen.“

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