Volker Schnurrbusch: „Alarmismus hilft niemandem – Prognosen müssen zuverlässig sein“

    In seinem Bericht zur Entwicklung der Ozeane und arktischen Gebiete prognostiziert der „Weltklimarat“ einen Anstieg des Meeresspiegels von bis zu 110 cm. Volker Schnurrbusch, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, erklärt dazu:

    „Nach den Berichten von 2007 und 2013 warnt der „Weltklimarat“ IPCC vor einem neuerlichen Anstieg des Meeresspiegels. Noch vor 12 Jahren gingen die Wissenschaftler von 18 cm bis 59 cm aus, heute sollen es 61 cm bis 110 cm sein. Wovor wird wohl der nächste Bericht warnen? Angesichts der Bedeutung solcher Prognosen für den Küstenschutz ist es schwer zu verstehen, dass die Schmelzraten der Antarktischen Halbinsel und von Grönland über zehn Jahre falsch vorhergesagt oder sogar nicht berücksichtigt wurden.

    Egal, was die Vorhersagen des IPCC heraufbeschwören, sollte der Grundsatz gelten, dass sich gerade Küstengebiete auf mögliche Veränderungen einstellen, anstatt in Panik zu verfallen. Schleswig-Holstein hat bisher immer ausreichende Vorkehrungen getroffen, um sich gegen Sturmfluten zu wappnen. Statt den Untergang von Inselstaaten im Pazifik als Schreckensszenario an die Wand zu malen, sollten sich Aktivisten fragen, ob Korallenriffe jemals für eine dauerhafte Besiedlung geeignet waren. Für betroffene Insulaner hält Neuseeland seit Jahren ein Umsiedlungsprogramm bereit.

    Alarmismus hilft dagegen niemandem und bringt nur Verunsicherung. Es ist bezeichnend für die Unsicherheit seiner Vorhersagen, dass der IPCC einräumen muss, dass der Meeresspiegel selbst dann ansteigen könnte, wenn sämtliche geforderten Maßnahmen zum sogenannten Klimaschutz getroffen würden. Das ist ein klares Signal an alle Hysteriker, die im flüchtigen Spurengas CO2 den Verursacher des Klimawandels sehen, deswegen die Weltwirtschaft umbauen und die Bürger zu immer neuen Ablasszahlungen zwingen möchten.“

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