Volker Schnurrbusch: „Als Einstieg in den Ausstieg: Kleine und mittlere Einzelhandelsgeschäfte müssen wieder öffnen“

    Die Kontaktverbotsregeln, die im öffentlichen Raum zum Schutz vor Corona-Infektionen bundesweit gelten, wurden in Schleswig-Holstein von der übergroßen Mehrheit der Bürger bislang vorbildlich eingehalten – auch am Osterwochende. Die Verdoppelung der Infiziertenzahlen liegt bereits jenseits von 15 Tagen. Konkrete Maßnahmen der Landesregierung, die Bürgern und der Wirtschaft eine vorsichtige Rückkehr in die Normalität ermöglichen, erscheinen damit möglich. Volker Schnurrbusch, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion erklärt dazu:

    „Niemand konnte in den letzten Wochen verstehen, warum Supermärkte und Baumärkte geöffnet blieben, und dabei auch nicht überlebenswichtige Waren anbieten durften, während das Textilgeschäft, der Buchladen oder der Uhrmacher nebenan geschlossen blieb. Die Praxis hat gezeigt, dass Vorsichtsmaßnahmen in ganz überwiegendem Maße befolgt wurden und so zu einer Verlangsamung der Ausbreitung des Virus beitrugen. Diese Erfahrung sollte nun auch dem gesamten Einzelhandel zugutekommen, bevor dort weitere finanzielle Engpässe entstehen. Als Einstieg in den Ausstieg fordern wir deshalb von der Landesregierung, dass sie kleinen und mittleren Einzelhändlern erlaubt, ab dem 20. April ihre Geschäfte wieder zu öffnen.

    Für alle Schritte in den Ausstieg müssen nach wie vor strenge Auflagen gelten: Abstandsregeln einhalten, begrenzte Kundenanzahl pro Geschäft abhängig von der Ladengröße, Schutzmaßnahmen für das Kassenpersonal, Bereitstellung von Desinfektionsmitteln sowie stete Reinigung von Flächen wie Verkaufstresen.

    Die AfD-Fraktion befürwortet eine schrittweise Rückkehr in den Normalbetrieb, ohne die Gefahr des Virus‘ zu verkennen. Jede Stufe ihrer Exit-Strategie steht daher unter dem Vorbehalt der Zurücknahme, sollten sich die Zahlen wieder negativ entwickeln. Daher bleibt unsere Forderung nach einer Ausweitung von Tests bestehen, genauso wie eine erhöhte Bereithaltung von Intensivplätzen in unseren Kliniken.“

    Weitere Informationen:

    · KN-Artikel „Kaum Probleme mit Corona-Vorschriften“ vom 13. April 2020:

    https://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Ostern-im-Norden-Kaum-Probleme-mit-Corona-Vorschriften

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