Volker Schnurrbusch: „Die ständige Bauernschelte muss ein Ende haben“

    Der NDR hat in seinem Politmagazin „Panorama“ illegale Aufnahmen veröffentlicht, die vermeintliche Missstände in einem Milchviehbetrieb bei Flensburg zeigen sollen. Drei von 170 Milchkühen zeigten erkennbare Verletzungen. Volker Schnurrbusch, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Der ‚Panorama‘-Bericht zeigt immer wieder die gleichen lahmenden Milchkühe. Mehrfach hintereinander geschnitten musste beim Zuschauer der Eindruck entstehen, dass eine Vielzahl verletzter Tiere an den Melkstand geführt werden.

    Die Verletzungen sind wohl durch andere Tiere zugefügt worden. Erkennbar ist auch, dass die Wunden versorgt wurden; dem Tierarzt waren die Verletzungen bekannt. Das jedoch verschwieg der Beitrag. Die Bauern beklagen permanente negative Stimmungs-mache und Dauerschelte durch Medien und Tierschützer – zu Recht wie das Beispiel ‚Panorama‘ zeigt.

    Unverantwortlich war es, den Betrieb zu zeigen, den Ort zu nennen und somit für alle sichtbar die Familie des Landwirts an den Pranger zu stellen. Außerdem wurden offensichtlich nur die passenden Aussagen des Vertrauensmanns Tierschutz, Prof. Edgar Schallenberg, eingespielt. Bei einer Begehung durch den Bauernverband mit Prof. Schallenberg wurden keinerlei groben Verstöße festgestellt.

    ‚Panorama‘ hat durch seine reißerische Berichterstattung eine Vorverurteilung vor-genommen hat und der Familie des Landwirtes großen Schaden zugefügt hat. Ich erwarte vom NDR eine Richtigstellung. Die Zuschauer haben ein Anrecht auf sämtliche relevanten Informationen, damit sie die Geschehnisse richtig einordnen können.“

    Weitere Informationen:

    • Panorama-Bericht „Getreten und geschlagen – Tierquälerei in einem Milchbetrieb?“ vom 23. Juni 2020:

    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Getreten-und-geschlagen-Tierquaelerei-in-einem-Milchbetrieb,kuehe526.html

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