Volker Schnurrbusch: „Die Tourismusbranche braucht zuallererst wieder politische Verlässlichkeit“

Portrait Volker Schnurrbusch, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Gruppe im Landtag Schleswig-Holstein

Volker Schnurrbusch, wirtschafts- und tourismuspolitischer Sprecher der AfD im Schleswig-Holsteinischen Landtag, nimmt Stellung zum Bericht der Landesregierung wie folgt:

„Richtigerweise hat der Wirtschaftsminister in seinem Vorwort darauf hingewiesen, dass Wachstum im Tourismus keine Selbstverständlichkeit ist. Nach zwei Jahren Corona-Beschränkungen muss es aber erstmal darum gehen, wieder das Niveau zu erreichen, das die Tourismusbranche vor der Corona-Krise gehabt hat.

Zum wiederholten Mal erinnert die AfD daran, dass zu keinem Zeitpunkt während der Corona-Pandemie das Hotel- und Gaststättengewerbe das Infektionsgeschehen relevant beeinflusst hat, das von Anfang in der Branche vorbildliche Hygiene-Konzepte erarbeitet wurden, dass der Deutsche Tourismusverband schon sehr früh noch tief im Corona-Ausnahmezustand konzeptionell den Weg in einen einheitlichen Neustart für den Tourismus aufzeigte. Gelohnt wurden die vorbildlichen Anstrengungen der Branche auf politischer Ebene nicht. Bis zuletzt war der Hotel- und Gaststättenverband einer der Hauptleidtragenden uneinheitlicher und überzogener Corona-Maßnahmen.

Der Tourismus in Schleswig-Holstein hat als Folge von zwei Jahren Corona-Restriktionen mit einem anhaltenden Beschäftigungsrückgang zu kämpfen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen in den Bereichen Gastronomie und Beherbergung hat deutlich abgenommen, noch dramatischer ist der Rückgang bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Aber schon Jugendliche sind aufgrund der unsicheren Zukunftsaussichten für Ausbildungsberufe in der Gastronomie kaum noch zu gewinnen. Zahlreiche Arbeitskräfte haben auf Dauer der Tourismusbranche den Rücken gekehrt.

Der Tourismusbericht zeigt in seiner Strategie für das Jahr 2030 wichtige Themenbereiche wie qualitatives Wachstum, Investitionen in regional unterschiedliche Schwerpunkte und die Förderung einer gleichmäßigen Auslastung mit Zielsetzung Ganzjahresdestination auf. Diese lobenswerten Bemühungen werden aber nicht greifen, wenn die Versäumnisse und Fehler während der Corona-Pandemie nicht angemessen aufgearbeitet werden. Aus den Fehlern der Vergangenheit müssen die richtigen Schlussfolgerung für die Zukunft gezogen werden.

Gerade die Tourismusbranche braucht nach zwei Jahren Corona-Dauerkriese nun zuallererst politische Verlässlichkeit.“

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