Volker Schnurrbusch: „Forschung statt Hysterie – Mobilität nicht verteufeln, sondern zukunftsfest gestalten“

    Die diesjährige Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main geriet zur Geisterschau. Viele Hersteller hatten abgesagt, so dass die Hallen halbleer blieben. Volker Schnurrbusch, wirtschafts- und verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, war vor Ort:

    „Die Kampagne gegen das Auto zeigen Wirkung. Zahlreiche renommierte Hersteller blieben in diesem Jahr der einstigen Weltmesse IAA fern, so dass sich die Fachbesucher nicht über den neuesten Stand der Branche informieren konnten. Die großen deutschen Marken zeigten trotzdem erneut, wie innovativ sie entgegen allen Unkenrufen von linksgrünen Aktivisten und Schmähungen durch fremdgesteuerte Lobbyvereine sind. An Volkswagen, Daimler und BMW kommt weltweit immer noch niemand vorbei. Die Behauptung, dass die deutschen Hersteller den Trend zum E-Mobil verschlafen hätten, wird durch Wiederholung nicht wahrer. Vielmehr haben die Ingenieure in den Entwicklungsabteilungen schon vor 25 Jahren an alternativen Antriebsformen gearbeitet, die sie aber wegen Unwirtschaftlichkeit und technischer Mängel verwarfen. Der politische Druck seitens der kopflosen Bundesregierung wird nun dazu führen, dass gute und erprobte Technik auf dem Schrott landet und Fahrzeuge gefördert werden, die nicht ausgereift sind. Dass ausgerechnet sogenannte ‚Klimaschützer‘ den massenhaften Bau von Elektro-Autos fordern, zeigt, dass Sachverstand in diesem Land längst von Hysterie abgelöst worden ist. Sowohl die Herstellung als auch die Entsorgung von Megatonnen an lithium- und kobalthaltigen Batterien dienen nicht dem Schutz der Umwelt, sondern gefährden sie massiv. Blindwütige Berliner Politik, die sich von aufgehetzten Jugendlichen treiben lässt, handelt unverantwortlich und unökologisch. Die Umstellung auf Elektro wird in Deutschland und Europa außerdem Hunderttausende von Arbeitsplätzen vernichten. Zulieferbetriebe werden schließen müssen, technisches Wissen wandert von Europa nach Fernost. Diese ‚freigesetzten‘ Arbeitnehmer werden sich auf Sicht kein neues Auto leisten können – egal wie sehr das ‚Klimakabinett‘ herkömmliche Motoren verteufeln und verteuern wird!

    Die begleitende Fachkonferenz zur IAA zeigte vor allem eines: Individuelle Mobilität ist ohne Informationstechnik nicht mehr zu denken. Die Interaktion zwischen Fahrzeugherstellern und Programmierern wird jährlich enger, Autofahren wird sicherer, komfortabler und interaktiver. Bei meinen Gesprächen mit Referenten aus der IT-Branche zeigte sich, dass Deutschland nach wie vor voller guter Ideen steckt, bspw. zur Wasserstofftechnik, zum autonomen Fahren oder zur automatischen Parkplatzsuche, die vor allem eines brauchen: Unterstützung durch Politik und nicht Bevormundung. Am allerwenigsten hilft freitägliche Panikmache dabei, individuelle Mobilität auch für morgen und übermorgen zukunftsfest zu gestalten.“

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