Volker Schnurrbusch: „Keine Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt für Migranten trotz Millionenförderung“

    Nach aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ist der Anteil arbeitsloser Migranten in Schleswig-Holstein seit 2013 von 27,3 auf 39,1 Prozent angestiegen. Im Bundesdurchschnitt beträgt dieser Wert sogar 47,2 Prozent. Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel weist mit 51,6 Prozent einen besonders hohen Anteil Arbeitsloser mit Migrationshintergrund auf, ebenso Pinneberg mit 50,2 Prozent. Von den 51.403 Hartz-IV-Empfängern in Schleswig-Holstein haben 46 Prozent einen Migrationshintergrund (2014: 32,4 Prozent). Diese Ergebnisse kommentiert der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Volker Schnurrbusch:

    „Die aktuelle Erwerbslosen-Statistik der Bundesagentur für Arbeit widerlegt einmal mehr die Behauptungen der Landesregierung zu vermeintlichen Fortschritten bei der Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt. Stattdessen bleibt festzuhalten, dass der weitaus überwiegende Anteil geflüchteter Personen für den bestehenden Fachkräftemangel auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt keinerlei Fortschritt bedeuten wird. Migranten werden nach wie vor überdurchschnittlich oft als geringqualifizierte oder als ungelernte Arbeitskräfte beschäftigt.

    Die unverändert hohen Beträge, die die Landesregierung auch im Landeshaushalt 2020 für die Arbeitsmarktförderung von Migranten vorgesehen hat, werden deshalb erneut ihre Wirkung verfehlen. Wie düster es auf diesem Arbeitsmarkt für Migranten insgesamt aussieht, zeigt dagegen der unverändert auf niedrigem Niveau stagnierende Anteil berufstätiger Frauen. Vom Februar 2015 bis August 2019 haben gerade einmal rund 11.000 Frauen aus Asylländern an einem speziellen Förderprogramm des Bundes zur Integration in den Arbeitsmarkt teilgenommen, und von dieser ohnehin schon sehr niedrigen Zahl konnten lediglich 19 Prozent in eine Beschäftigung vermittelt werden. Auch hier sind also keinerlei Fortschritte zu verzeichnen.“

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