Volker Schnurrbusch: „Landwirte müssen von ihrem Beruf auskömmlich leben können“

Die Gespräche bei der Agrarministerkonferenz machten deutlich, dass Auflagen und Umweltschutzrichtlinien der EU insbesondere familiengeführte Betriebe stark belasten werden. Volker Schnurrbusch, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

„Unter den immer schärferen Auflagen im Gewässerschutz, Tierwohl sowie Umwelt- und Naturschutz, die auch dazu führen, dass sich die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen fortwährend verkleinern, fällt es insbesondere den familiengeführten Betrieben immer schwerer, Lebensmittel so zu produzieren, dass am Ende des Tages noch etwas übrigbleibt. Dabei sind es vor allem EU-Richtlinien, unter denen diese Betriebe zu leiden haben. Sie werden dadurch immer abhängiger von EU-Subventionen, ohne die sie nicht in der Lage wären, die Erzeugung von Lebensmitteln überhaupt aufrecht zu erhalten.

Während der Bauernverband dazu bereit ist, den wachsenden Anforderungen immer wieder nachzugeben, brauchen unsere Landwirte auch eine Interessenvertretung, die einmal Nein zu Brüssel sagt. Die AfD-Fraktion fordert die Lockerung der realitätsfernen EU-Richtlinien, denn Bauern sollen von der Ausübung ihres Berufs auskömmlich leben können, statt zu Bittstellern degradiert zu werden. Für Importe von Agrarprodukten aus Drittländern müssen die gleichen Standards gelten wie für die selbst produzierten Erzeugnisse.  Nur so sichern wir langfristig den Fortbestand einer gesunden regionalen Landwirtschaft, in der familiengeführte Betriebe im Wettbewerb mit Konzernen bestehen können.“

Weitere Informationen:

  • Artikel von Top Agrar Online zur Agrarministerkonferenz in Koblenz vom 30. August 2020:

https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/landwirte-brauchen-unterstuetzung-durch-eine-faire-europaeische-agrarpolitik-12335814.html

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