Volker Schnurrbusch: „Dialog ist gut – aber nur, wenn das Ergebnis offen ist!“

    In Neumünster wurde heute über die Zukunft der Landwirtschaft im Rahmen des 3. Dialog-Forums diskutiert. Volker Schnurrbusch, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, erklärt dazu:

    „Heute wurde einmal mehr deutlich, dass trotz aller Gesprächsangebote der Kurs grün infiltrierter Landwirtschaftspolitik längst feststeht: Traditionelle Betriebe werden kaum noch eine Zukunft haben. Denn aus vielen Ergebnissen der so genannten Werkstattgespräche sprach der Zeitgeist und nicht die Vernunft.

    So sollen die Verbraucher zwar umerzogen werden in ihren Ernährungsgewohnheiten – allerdings ohne sie und ihre Erwartungen mit einzubeziehen. Ja, es muss schon Kindern nahegebracht werden, wo ihr täglich Brot herkommt und wie schwer der Bauer dafür ackern muss. Ja, regionale Produkte sollen dem Kunden näher gebracht und besser vermarktet werden. Aber: Will er vorgeschrieben bekommen, was er wann zu welchem Preis zu essen hat?

    Aus den Berichten wurde deutlich, dass teilweise sehr hart um gemeinsame Positionen gerungen wurde. Brisante Themen wie der Wolf und der Gänsefraß wurden gänzlich ausgespart. Eines wurde deutlich: Die Landesregierungen von Schleswig-Holstein haben es seit Jahrzehnten nicht geschafft, die gegensätzlichen Interessen von Landwirtschaft und Umweltschutz zusammen zu führen. Daran ändert auch dieser Dialogprozess nichts. Ich habe den Eindruck gewonnen, die ‚Grünen‘ Agrarminister werden erst dann lockerlassen, wenn auch der letzte traditionelle Landwirt aufgegeben hat. Die Forderung etwa, dass alle grundwassernahen Flächen in Grünland umgewandelt werden sollen, ist nur ein Fingerzeig in diese Richtung. Wenn Moore wieder vernässt werden sollen, muss der Landwirt Ausgleichsflächen dafür erhalten und nicht nur Geld. Denn er will sich angesichts der viel propagierten Agrarwende nicht zum Bittsteller machen lassen, sondern selbstständiger Unternehmer bleiben.

    Was Bauern und Verbraucher wirklich brauchen, sind faire Preise, verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Politische Maßnahmen müssen datenbasiert, wissenschaftlich fundiert und vor allem praktikabel sein. Gerade weil wir hier in Schleswig-Holstein eine so gute Landwirtschaft haben, wünsche ich mir, dass das auch so bleibt. Die AfD setzt sich für den Schutz und die Stärkung der heimischen Landwirtschaft ein.“

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