Volker Schnurrbusch: „Milchbauern in der Corona-Krise nicht vergessen – sinnvolle Milchpreisstrategie umsetzen“

    Im Zuge der Corona-Krise kommt es zwangsläufig zum Preisverfall am Milchmarkt. Das bedroht die Existenz der Milchbauern auch in Schleswig-Holstein. Volker Schnurrbusch, agrar- und umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Die Bauern, die unsere Bürger mit Milch und Milchprodukten versorgen, fürchten zu Recht sinkende Milchpreise. Die Gastronomie als Abnehmer ist durch die Corona-Maßnahmen fast weggebrochen, die produzierte Milchmenge aber gleichgeblieben.

    Eine mögliche Maßnahme ist es, die zivilen Notfallreserven zu erhöhen und zusätzliches Milchpulver für Krisenzeiten einzulagern. Das kann aber nur begrenzt wirken. Die Bundeslandwirtschaftsministerin will Milchpulver einlagern und die Molkereien für die Lagerhaltung aus Steuermitteln bezuschussen. Das ist aber der falsche Weg. Durch die erhöhten Lagerbestände wird der Preis auch nach der Krise nicht wieder zügig ansteigen können.

    Wir fordern stattdessen, dass sich die Landesregierung dafür einsetzt, die Milchproduktion zu reduzieren und einen 10 – 15 prozentigen Abschlag gegenüber dem Vorjahresmonat durch die Bundesregierung bei der EU durchzusetzen.

    Darüber hinaus wollen wir, dass die Landwirte in der Direktvermarktung noch besser unterstützt werden und der von vielen Landwirten angebotenen Weg der Milchtankstellen besser gefördert wird.

    Es darf gerade jetzt kein weiter so geben. Vielmehr muss sich die Landesregierung dafür einsetzen, dass die Milchbauern verlässliche Produktionsbedingungen und faire Preise bekommen. Noch gelten die ausgehandelten Preise, aber durch die Einschränkungen der Corona-Maßnahmen werden sich auch die Preise ändern. Ich erwarte deswegen von der Landesregierung, dass sie die notwendigen Maßnahmen ergreift, damit die Bauern in ihrer Verhandlungsposition gegenüber den Molkereien gestärkt werden.“

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