Volker Schnurrbusch: „Produktion nach Deutschland zurückholen – Notfallreserve anlegen“

    Ab nächstem Mittwoch ist im ÖPNV und in Geschäften das Tragen eines Mund-/Nasenschutzes vorgeschrieben. Volker Schnurrbusch, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Schleswig-Holstein rüstet sich zum Maskenball. Bereits vor einer Woche haben wir die Maskenpflicht im ÖPNV gefordert, um ihn sicherer und wieder attraktiver zu machen. Nun zieht die Landesregierung nach. Die Frage, die sich die Bevölkerung stellt, ist jedoch: Woher nehmen? Wir begrüßen die Flexibilität von mittelständischen Unternehmern in Kiel, in Ostholstein und anderswo, die ihre Produktion umstellen, um den Bürgern in dieser Notlage zu helfen.

    Aber dies kann nur eine Maßnahme für den Moment sein. Wir fordern die Landesregierung auf, eine strategische Notfallreserve für Schutzkleidung und -ausrüstung anzulegen, denn Corona wird nicht das letzte Virus sein, das uns heimsucht. Es ist beschämend für ein hochentwickeltes Industrieland wie Deutschland, dass wir auf chinesische Hersteller angewiesen sind, um unsere Bürger zu schützen. Daher müssen alle Landesregierungen dafür Sorge tragen, die Produktion lebensrettender Produkte wieder in Deutschland anzusiedeln, um solche gefährlichen Engpässe zu vermeiden, wie wir sie zurzeit erleben. Das Vertrauen in Lieferketten wurde in dieser Krise nachhaltig zerstört.

    Daher muss eine der Lehren aus der Corona-Pandemie sein, in zentralen Bereichen autark zu sein. Not macht erfinderisch, das hat Deutschland schon oft bewiesen, aber vorausschauende Vorsorge ist die Aufgabe von verantwortungsvoller Politik. Daran hat es in Bund und Ländern auf eklatante Weise gemangelt.“

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