Volker Schnurrbusch: „Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen“

    Portrait Volker Schnurrbusch, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Gruppe im Landtag Schleswig-Holstein

    Die JamaikaKoalition kündigte eine als Impfangebot bezeichnete Impfkampagne für Schüler an. Volker Schnurrbusch, bildungspolitischer Sprecher der AfD im SchleswigHolsteinischen Landtag, erklärte dazu heute in der Plenardebatte im Landtag:

    Diese Landesregierung weiß nicht, was sie tut.

    Noch vor zehn Tagen verkündete Minister Garg, dass es keine Pläne für eine Rückkehr der
    Maskenpflicht an Schulen gebe. ‚Weder Schulen noch Arbeitsplätze sind die Hauptinfektionsquelle‘, so wird er in der Landeszeitung zitiert. Die meisten Ansteckungen würden im privaten Raum stattfinden, so der Minister. Was für eine neue Erkenntnis! Und was kommt jetzt: die Maskenpflicht
    für Schüler!


    Der Ministerpräsident hatte doch gerade erst erklärt, dass der Anstieg der Inzidenzen bei Kindern nicht auf die Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht zurückzuführen sei. Und jetzt: Verfügt seine Bildungsministerin die Rolle rückwärts. Diese Landesregierung weiß nicht, was sie tut oder sie hält sich nicht an das, was sie den Bürgern erzählt!


    Dabei hatten doch die beratenden Mediziner übereinstimmend berichtet, dass Schulen keine Orte mit hohem Risiko seien; dass Kinder nicht die Treiber des Infektionsgeschehen seien, dass eine Hospitalisierung von Kindern nicht wahrnehmbar sei. Und daran hat sich nichts geändert!


    Die Impfkampagne, mit der Frau Prien unsere Kinder unter Druck gesetzt hat, geht also völlig am Ziel eines verbesserten Gesundheitsschutzes vorbei.


    Prof. Fickenscher kündigte bereits im Sommer an, dass sich die Kinder in diesem Herbst und Winter massenhaft anstecken würden ein natürlicher Schritt in Richtung Herdenimmunität. Prof. Rupp bekräftigte vor zehn Tagen noch einmal, dass ‚die meisten Kinder im Grundschulalter mit dem Virus sehr gut klarkommen.‘ Und weiter: ‚In den Schulen und Kindergärten muss nicht strikter
    vorgegangen werden als aktuell.‘


    Und was macht Ministerin Prien? Sie schreibt in ihrer Presseerklärung von letzter Woche: ‚Kinder und Jugendliche haben unter dieser Pandemie am meisten gelitten.‘ Ja, stimmt! Aber warum denn? Doch nicht unter einer Krankheit, die es in dieser Altersgruppe so gut wie nicht gibt! Sondern unter den völlig überzogenen Maßnahmen ihrer Politik, unter Schulschließungen, unter Panikmache. Kinder bekamen eingetrichtert, dass sie eine Gefahr für ihre Eltern und Großeltern seien! Dass wegen ihnen Angehörige sterben würden. Deswegen leiden unsere Jüngsten immer noch!


    Aber Frau Prien schert das nicht. Sie dreht den Spieß um und beschuldigt die Eltern, die sich auch aus vernünftigen Gründen noch nicht haben impfen lassen. Das ist wirklich perfide!


    Und jetzt wirbt sie schon für die nächste Impfattacke auf unsere Kleinen. Das steht auch im
    vorliegenden JamaikaAntrag. Und wenn sie schreibt, man werde ein „Angebot“ machen, um auch
    die 5 bis 12jährigen durchzuimpfen, dann wissen wir doch genau, wie das weitergeht: Eine Kampagne ist kein Angebot, nein, eine Kampagne löst neuen Gruppendruck aus, ist neuer Psychokrieg an unseren Schulen, und wer gestern noch davon redete, es werde nie eine Impfpflicht geben, der kann sie heute gar nicht schnell genug fordern.

    Diese Landesregierung hat die Aufgabe, die Bürger zu schützen und sie nicht in Angst zu versetzen, obwohl die Zahlen es überhaupt nicht hergeben. Jetzt soll auf Teufel komm raus eine Impfquote erreicht werden und dafür sollen die Kinder wieder bedrängt werden.


    Aber ich sage Ihnen: Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen für ein Langzeitexperiment mit ungewissem Ausgang. Deswegen lassen Sie unsere Kinder in Ruhe, Frau Prien, Sie haben schon genug Schaden angerichtet!

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