Volker Schnurrbusch: „Windparks bedrohen die Existenz der Küstenfischerei in Schleswig-Holstein“

    Die Windparks in den Meeren nehmen den Fischern ihre Existenzgrundlage: die Fanggebiete. Denn in den Windparkanlagen dürfen die Küstenfischer Schleswig-Holsteins nicht auf Fang gehen. Volker Schnurrbusch, fischerei- und umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Die AfD-Fraktion hat wiederholt auf die schwierige Situation der Küstenfischerei aufmerksam gemacht. Die Situation für unsere Küstenfischer ist unter dem grünen Landwirtschaftsminister ohnehin kompliziert: Sie haben keine so starke Lobby wie die Umwelt- und Energieverbände, die voll auf der ideologischen Linie des Umweltministers schwimmen. Nun soll die ohnehin dramatische Situation noch zusätzlich durch den Wegfall der Fanggebiete erschwert werden – ganz ohne jede Entschädigung!

    Besonders die kleineren Familienbetriebe sind in der Existenz bedroht. Was ist der Hintergrund? Die Fischer dürfen, anders als ihre holländischen oder dänischen Berufskollegen, in den Windparks keinen Fischfang betreiben. Durch das Verbot haben sie auch keinen Anspruch auf Ausgleichszahlungen. Die möglichen Fanggebiete werden zudem kleiner, der Druck auf die noch möglichen Fanggebiete wächst. Die Kosten steigen zudem, da längere Fahrten ohne Fang zurückgelegt werden müssen. Zwar dürfen die Fischer mittlerweile unter bestimmten Voraussetzungen durch die Windparkanlagen fahren, der Weg ins Fanggebiet wird aber länger und die Kosten steigen.

    Deswegen fordern wir die Landesregierung auf, unseren Fischern dringend unter die Arme zu greifen, um die absehbaren gravierenden Konsequenzen für diese Traditionsbranche abzumildern – sonst laufen wir Gefahr, dass es in den nächsten Jahren keine Küstenfischerei mehr gibt im Land zwischen den Meeren.“

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